Römermuseum in Wien eröffnet

Römermuseum Schauräume im ObergeschoßPlakat des Römermuseums

Am 10. Mai 2008 war es endlich soweit: Das Römermuseum, eine Außenstelle des Wien Museum wurde nach einem längeren Umbau wieder eröffnet. Zu den Pfingst-feiertagen war der Eintritt frei!

Obwohl zahlreiche ausländischen Touristen die Stadt besuchten, waren es vor allem die Wienerinnen und Wiener, welches dieses Angebot nützten. Entsprechend groß war der Andrang.

Beschränkte sich das Museum mit den römischen Ausgrabungen unter dem Hohen Markt vorher nur auf die unterirdischen Teile, so wurden nun zwei oberirdische Etagen dazu gewonnen. Diese sind zwar im Grundriß sehr schmal, dennoch gelang es durch geschickte Adaptierung und Anordnung der Schautafeln im Treppenteil das Problem der langgezogenen Obergeschosse in den Griff zu bekommen.

Neben der knappen und klaren Beschriftung der Objekte ist vor allem die ausgezeichnete Beleuchtungssituation hervorzuheben. Man scheint bewußt auf die leider jetzt überall übliche Grottenbahnbeleuchtung verzichtet zu haben. Auch fehlen die leidigen Experimente mit transparenten Beschriftungstafeln. Ganz hervorragend sind die Flachbildschirme mit 3D-Animationen angebracht, die kaum den Besucherfluß hemmen, was bei dem engen Platzverhältnissen erstaunt.

Man hat sich auch viel neues für die Jüngsten einfallen lassen: ein römisches Lego-Kastell, eine archäologische Präparation, wo man aus Scherben Gefässe zusammenbauen kann und last but not least etwas, vor dem kein Erwachsener halt machen kann: eine Art drehbares Puzzle, wo man die Köpfe, den Oberkörper und die Beine austauschen kann. Für Vorschulkinder ist diese Puzzle-Trommel vielleicht zu hoch angebracht, aber unsere Kleinen kommen sowieso nicht an dieses Spielzeug heran, weil wir Erwachsenen wie magisch von diesem simplen Ding angezogen werden.

 

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